Bereitsein

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Stress und Angst in Krisen

Was im Kopf passiert, was sofort hilft und wo es Unterstützung gibt.

Angst, Unruhe, Gereiztheit oder Erstarren sind normale Reaktionen auf eine außergewöhnliche Lage. Sie sind kein Zeichen von Schwäche – und lassen sich beeinflussen.

Was sofort hilft

  • Atmen: Langsam durch die Nase einatmen (etwa 4 Sekunden), länger durch den Mund ausatmen (etwa 6 Sekunden). Einige Minuten wiederholen.
  • Handeln: Einen kleinen, konkreten Schritt wählen – Wasser abfüllen, Rucksack prüfen, Nachbarn anrufen. Tun gibt Kontrolle zurück.
  • Bodenhaftung: Füße bewusst auf den Boden stellen, fünf Dinge benennen, die du siehst.
  • Kontakt: Mit Familie, Freunden oder Nachbarn sprechen – auch kurz per SMS.

Durchhalten über Tage

  • Routinen: Aufstehen, Essen, Schlafen zu festen Zeiten.
  • Nachrichten dosieren: Zwei, drei feste Zeiten am Tag für das Radio statt Dauerbeschallung. Gerüchte prüfen, bevor du sie glaubst.
  • Bewegung, frische Luft, etwas Schönes – auch in der Krise.
  • Aufgaben verteilen, damit nicht alles an einer Person hängt.

Für andere da sein

Zuhören statt beschwichtigen. Fragen, was die Person gerade braucht. Nicht drängen, über Erlebtes zu sprechen. Kinder brauchen besondere Aufmerksamkeit (siehe Kinder in Krisen).

Wo es Hilfe gibt

Angebot Nummer
Telefonseelsorge (kostenlos, rund um die Uhr) 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222
Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche (kostenlos) 116 111
Bei akuter Gefahr für dich oder andere 112

Nach schweren Ereignissen kümmern sich auch Notfallseelsorge und Kriseninterventionsteams – die Einsatzkräfte vermitteln sie. Halten Belastungen über Wochen an, hilft die Hausärztin oder eine psychotherapeutische Sprechstunde weiter.