Bereitsein

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Kinder in Krisen

Vorbereiten, erklären, beschäftigen – wie Kinder gut durch eine Notlage kommen.

Kinder spüren Anspannung sofort. Was ihnen am meisten hilft: Erwachsene, die ruhig bleiben, ehrlich erklären und einen Plan haben.

Vorher

Nicht alles auf einmal – fang mit der Notfallkarte an, der Rest kommt nach und nach.

  • Notfallkarte für jedes Kind: Name, Telefonnummern der Eltern und der Kontaktperson außerhalb, Treffpunkt. In Jacke oder Schulranzen.
  • Mit Kita und Schule klären: Wer darf abholen? Was passiert bei Evakuierung? Notfallkontakte hinterlegen.
  • Mit Kindern üben – spielerisch: Wo ist unser Treffpunkt? Wie wählt man 112? Was tun, wenn der Rauchmelder piept?
  • Eigenen kleinen Rucksack packen lassen (siehe Rucksäcke) – das gibt Sicherheit.
  • Für Säuglinge: Säuglingsnahrung, Wasser, Fläschchen, Windeln für 10 Tage.

In der Notlage

  • Altersgerecht erklären: kurz, ehrlich, ohne Schreckensbilder. „Der Strom ist weg. Wir haben Taschenlampen und genug zu essen. Wir warten zusammen, bis er wieder kommt.“
  • Fragen ernst nehmen, Ängste nicht kleinreden.
  • Routinen beibehalten: Essenszeiten, Schlafenszeit, Gute-Nacht-Geschichte.
  • Aufgaben geben: Taschenlampe halten, Wasser verteilen – das gibt Kontrolle zurück.
  • Nachrichten und Bilder von Katastrophen von kleinen Kindern fernhalten.

Beschäftigung ohne Strom

Kartenspiele, Brettspiele, Bücher, Malzeug, Knete, ein Kartenspiel im Notgepäck. Gemeinsam vorlesen oder Geschichten erfinden.

Danach

Kinder verarbeiten Erlebnisse oft im Spiel oder mit Verzögerung. Zeit nehmen, zuhören. Wenn Ängste, Schlafprobleme oder Rückzug länger anhalten: mit Kinderärztin oder Beratungsstelle sprechen. Für Kinder und Jugendliche gibt es die Nummer gegen Kummer: 116 111, für Eltern das Elterntelefon: 0800 111 0 550 (beide kostenlos).