Bereitsein

← Alle Guides · Menschen

Nachbarschaftshilfe

Warum gute Nachbarn in einer Krise mehr helfen als jeder Vorrat – und wie du im Alltag damit anfängst.

In den ersten Stunden und Tagen einer Krise sind die Menschen nebenan die schnellste Hilfe. Wer sich kennt, hilft sich.

Im Alltag

Fang klein an – ein kurzes Hallo im Hausflur ist schon ein guter erster Schritt.

  • Kennenlernen: Hausflur, Hoffest, Zettel im Treppenhaus. Telefonnummern austauschen – auf Papier.
  • Wissen, wer im Haus Hilfe brauchen könnte: ältere Menschen, Menschen mit Behinderung, Familien mit Säuglingen, Alleinlebende.
  • Wer kann was? Erste Hilfe, Handwerk, Ärztin, Pflegeberuf, Funk, Werkzeug, Gaskocher, Lastenrad.
  • Einen gemeinsamen Treffpunkt im Haus oder Hof vereinbaren.
  • Herausfinden, wo die Notfall-Infopunkte oder Anlaufstellen eurer Gemeinde sind.

In der Krise

  • Bei Nachbarn klingeln, besonders bei denen, die allein leben.
  • Informationen weitergeben: Wer ein Batterieradio hat, informiert die anderen. Gerüchte nicht weiterverbreiten.
  • Ressourcen teilen: Warmes Wasser vom Gaskocher, Licht, Handy-Laden über eine Powerbank.
  • Gemeinsam Wärme sparen: Wer friert, kann sich zu anderen in den Wärmeraum setzen (siehe Warm bleiben).
  • Aufgaben verteilen: Wer geht zur Anlaufstelle, wer kümmert sich um wen?

Grenzen

Helfen ja – aber ohne dich selbst in Gefahr zu bringen. Bei Verletzten, Bränden oder Gefahr: 112. Den Anweisungen der Einsatzkräfte folgen.